b-flat
Acoustic Music
+ Jazz Club
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So. - Do. 20h
Fr. / Sa. 21h
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Heute | 30.09.2014 | 21h | 10/8€

Katharina Thomsen CD Release “MaxSax” 


Modern Jazz
Tini Thomsen (bs, comp.), Tom Trapp (g), Mark Haanstra (b), Joost Kroon (dr)

Vergiss das Altsax. Echt. Die aalglatten Noten, das leichte Gesäusel. Wenn es an Tini Thomsen liegt,
werden sie alle umgeschmolzen zu Bariton Saxophonen. Die Nebelhörner, womit man bei weniger als
50 Meter Sichtweite noch sicher nach Haus kommt. Naja, vielleicht hier und da ein Kratzer und eine
Delle. Es ist nämlich so, wenn Tini spielt, wird Vollgas gegeben. Runter den Fuss, wie die Noten und
Töne. How low can you go? Sehr tief. Zur Not holt Tini die Bass Klarinette noch dazu.
Tini Thomsen (Hamburg, 1981) ist geformt und geeicht auf dem Konservatorium von Amsterdam, was
sie 2010 cum laude abschloss. Sie spielte mit der New Cool Collective, Metropole Ochestra, NDR
Bigband und in den Bands von Alain Clark und Waylon. Man würde es wahrscheinlich nicht vermuten,
wenn man den sexy Lockenkopf so auf der Bühne stehen sieht (es geht das Gerücht um, ihre Frisur
sei eine Ehrerweisung an Tony Curtis aus dem Film Some Like It Hot, ihre erste Jugendliebe) aber ihre
Vorliebe liegt nicht im Jazz oder Soul. Tini will stampfen. Prahlen und angeben.
„In den Jazzcombo’s in denen ich spiel bin ich immer das äußerste Extrem. Ich bringe Energie, nicht
das verkopfte Solo.“
Ihre größten Inspiratoren heißen nicht Gerry Mulligan oder Pepper Amdams, sondern Queens of the
Stone Age und Foo Fighters. „Energie kombiniert mit großer harmonischer Vernunft“, sagt Thomsen.
„Man hört bei den Bands, dass sie sehr gut wissen, was sie tun. Die Musik ist voller Details, aber
gleichzeitig will man springen und tanzen wenn man sie hört“.
Der mitreißende Enthusiasmus von Tini sprang auf den Schlagzeuger Joost Kroon über. Auch jemand,
den man bei Jazzcombos hinter den Deckeln und Töpfen sieht, der aber lieber in Rockbands die Felle
in zwei trommelt. Kroon holte den Topbassisten Manuel Hugas mit an Bord (Candy Dulfer, Jan
Akkerman) und den Gitarrist JB Meijers (De Dijk, Common Linnets). Diese Vier machen mehr Lärm als
eine Brigade Hell´s Angels auf Kriegsfuß. Das Album MaxSax ist Bartion Saxophone to the Maximum.
Nimm den Titeltrack in dem Tini, Joost JB und Manuel rennen als ob eine Herde wilder Stiere ihnen auf
den Fersen sitzen. Nimm „Stolen“, das Josh Homme von Queens of the Stone Age ohne Probleme
nehmen kann um sein Publikum aufzuwärmen. Oder nimm das filmische, mysteriöse „West Side Trip“,
in dem Baritonsax und die Streicher zusammen ein seltsames Ballet tanzen.
MaxSax ist ein Album wie es noch nie jemand gehört hat. Es ist die Musik von der Tini Jahre lang von
träumte. Wild, zappelnd, Adrenalin durch die Adern pumpend. Gib den Anzug, die Krawatte und die
Brogues bei der Garderobe ab, da hängen auch gleich Deine Lederjacke und die Stiefel. Passt besser.
Viel besser.

www.tinithomsen.com